Jedes Kind kostet die Mutter einen Zahn?

Diese Volksweisheit trifft in der heutigen Zeit bei Beachtung von ein paar Regeln nicht mehr zu und ist zum Glück lange überholt. Mit unserem professionellen Präventionsprogramm wollen wir Sie unterstützen, Ihre Zähne und Ihr Zahnfleisch zu schützen und für gesunde Zähne bei Ihrem Kind vorzusorgen.

Die Wirkung der Schwangerschaft auf Zähne und Zahnfleisch

Durch die Hormonumstellung in Ihrem Körper kommt es zu einer stärkeren Durchblutung des Zahnfleisches, es ist empfindlicher und leichter geschwollen. Bakterienansammlungen, also Beläge, verursachen auch schon bei kleinen Mengen eine Steigerung dieser Symptome, die Schwangerschaftsgingivitis entsteht.

Außerdem beeinflussen die Hormone auch indirekt die Konsistenz des Speichels, was die Schutzfunktion des Speichels vor Karies verringert. Brechreiz in der Schwangerschaft erschwert zusätzlich die Mundhygiene.

Gerade in dieser Zeit ist eine intensive Zahn- und Zahnzwischenraumpflege unerlässlich, um dem erhöhten Risiko von Karies und Zahnfleischentzündungen entgegenzuwirken. Und selbstverständlich soll Ihr gesamter Organismus nicht durch diese Baktierien belastet werden.

Wie heute bekannt ist, werden auch Herz, Lunge und Stoffwechsel (v.a.Diabetes) durch eine ungenügende Mundgesundheit beeinträchtigt. Eine Studie unter jungen Müttern zeigte sogar, dass Frauen, die Frühgeburten hatten 7 Mal häufiger an Parodontitis, also Zahnfleischentzündung, litten. Laut Prof. Dr. Christof Dörfer (Universität Kiel) kann Parodontitis zur Produktion von Wehen auslösenden Hormonen führen.

Welche Auswirkungen hat eine Zahnfleischerkrankung auf das Kind?

Es gilt heute als gesichert, dass weder Karies noch Zahnfleischerkrankungen (Gingivitis, Parodontitis) vererbt werden können. Es sind Infektionskrankheiten, die durch Bakterien verursacht werden. Was wiederum bedeutet, dass Ihr heutiger Mundgesundheitszustand mit der zukünftigen Zahn- und Zahnfleischzukunft Ihres Kindes eng zusammenhängt.

Die Zusammensetzung des Bakterienspektrums im Mund Ihres Kindes wird in den ersten 1,5 Lebensjahren entscheidend geprägt. Die für Karies und Parodontitis verantwortlichen Bakterien werden vor allem von den Eltern auf das Kind übertragen (z.B. durch Ablecken des „Schnullers“, der Löffel oder durch Küssen etc.).

Je weniger von diesen Bakterien Sie in Ihrem Mund haben, desto weniger Bakterien werden auf Ihr Kind übertragen und umso besser wird auch die Mundgesundheit Ihres Kindes. Die Prävention, die Sie jetzt betreiben, kommt also später auch Ihrem Kind zugute!

Was also tun?

Eine professionelle Zahnreinigung sollten Sie während der Schwangerschaft 2 mal wahrnehmen. Dabei werden mit speziellen Polierinstrumenten die bakteriellen Beläge von allen Zahnflächen entfernt und die Oberfläche mit einem besonderen Schutzlack widerstandsfähig gemacht. Zusätzlich lernen Sie wichtige Tipps und Tricks für die häusliche Mundhygiene kennen, wie auch wichtige Hinweise zur Ernährung für Sie und Ihre Familie. Wenn der Verdacht auf eine höhere Kariesanfälligkeit besteht, kann dies in speziellen Speicheltests untersucht werden und gegebenenfalls noch vor der Entbindung eine Antikarieskur durchgeführt werden, damit das Kind später keinem unnötig hohen Kariesrisiko ausgesetzt ist.

Davon abgesehen ist die Prophylaxe aber natürlich auch ein Verwöhnprogramm für Sie, nach dem sich Ihre Zähne wieder herrlich glatt und sauber anfühlen.

Folglich ist auch Ihr Partner herzlich bei uns willkommen, da seine Mundgesundheit eine ebenso große Rolle für die Ihres Kindes spielt.

Eine zahnärztliche Kontrolle einmal während der Schwangerschaft ist ausreichend. Eine Sanierung bei bestehenden Defiziten sollte möglichst vor Beginn der Schwangerschaft stattgefunden haben. Wenn dennoch dringender Behandlungsbedarf während der Schwangerschaft entsteht, gibt es für die Zeit spezielle Methoden um eine komplikationslose Behandlung zu ermöglichen.

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