Aus Anlass des Gründungsdatums der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Jahr 1948 findet jedes Jahr am 7. April der Weltgesundheitstag statt.
Das Thema für 2017 lautet „Depression – Let’s talk“.
Mit dem Weltgesundheitstag in 2017 setzt sich die WHO das Ziel, Betroffenen, Familienangehörigen, Hilfesuchenden etc. Hilfe zu bieten. Der Tag soll auf der einen Seite der Aufklärung der Krankheit dienen und auf der anderen Seite Möglichkeiten der Prävention und Behandlung bieten.

Weitere Informationen zum Tag der Weltgesundheit finden Sie unter: www.weltgesundheitstag.de


So möchten wir uns heute mit diesem Thema auseinandersetzen, denn auch im Bereich der Zahnmedizin ist die seelische Situation des Menschen ein Thema, weil diese sehr wohl unsere Probleme mit den Zähnen beeinflussen kann, wie Dipl.-Psych. Regina Lessenthin in Ihrem Artikel „Auf den Zahn gefühlt: Über Zusammenhänge zwischen Zähnen und Psyche“  darstellt.
So stellt sie eine Untersuchung des Zahnarztes Dr. Wolfgang Hoppenstedt, Braunschweig vor, der 300 Karies- und Parodontitis-Patienten einschließlich psychologischer Interviews untersuchte. Das Ergebnis zeigte, dass nur 10% der Untersuchten aufgrund mangelnder Mundhygiene erkrankt waren. Bei 52% waren es besondere Müdigkeit, 43% Stress und 52% gaben Trennung vom Partner, Ängste und Depressionen an.

Aber worin besteht nun genau der Zusammenhang? Es ist bewiesen, dass der Stress die Speichelproduktion des Menschen mindert. Dabei hat unser Speichel eine sehr große Bedeutung für die Gesundheit von Mund und Zähnen, denn er fördert die Selbstreinigung der Zähne, versorgt sie mit Mineralien und neutralisiert den pH-Wert. Die geminderte Speichelproduktion (angeregt durch Stress) kann somit zu Karies führen.

Noch deutlicher werden seelische Probleme als Ursache im Bereich Bruxismus (Zähneknirschen) genannt. Vielen Patienten (ca. ein Viertel der Bevölkerung) ist es gar nicht bewusst, dass sie mit den Zähnen knirschen, da dies oft nachts passiert. Ungelöste Probleme des Tages werden während des Schlafes verarbeitet, besondere Anspannung aktiviert die Kaumuskulatur und wir knirschen. Das Knirschen führt zu Zahnhartsubstanzverlusten, sog. Schliffflächen und kleinen Frakturen der Zahnhartsubstanz.

Stresssituationen können heutzutage leider nicht vermieden werden. Um dabei den Schaden möglichst gering zu halten, ist es wichtig, die richtigen Maßnahmen zu ergreifen. Bei verminderter Speichelproduktion ist es beispielsweise sehr wichtig, dass man umso mehr Wasser oder ungesüßten Tee trinkt. Auch das Kaugummikauen regt den Speichelfluss an.

Für das Zähneknirschen bieten wir eine sogenannte Tiefzieh- bzw. „Knirscherschiene“, um die Zähne der betroffenen Patienten vor weiterem Abrieb zu schützen. Die Kosten einer solchen Schiene wird von gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Zusätzliche Informationen zum Thema „Bruxismus“ und dem Verhältnis zur Psyche finden Sie außerdem hier.

Selbstverständlich stehen wir Ihnen auch bei spezifischen Fragen gerne unter 0931 51111 oder dr.otte@mainzahn.com zur Verfügung.

Einen stressfreien Weltgesundheitstag 2017 wünscht das mainzahn-Team! 🙂